Am Samstag, den 16. September war die AfD wie inzwischen jede Woche in der Ulmer Innenstadt mit einem Wahlstand zugegen.
Mit im Gepäck war wieder einmal ein Plakat, auf dem die AfD proklamiert, Menschen "entsorgen" zu wollen.

Mehr über das Vorgehen der Polizei und die Aktion sind in einem ausführlicheren Bericht hier zu lesen: Beobachter News

Update (19.09.2017)

Die Ulmer Polizei hat eine Stellungnahme veröffentlicht:
http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110979/3738320

Unsere eigene Recherche zeichnet ein anderes Bild als jenes der Polizei.
Unten aufgeführt sind unsere Ergebnisse aus der Befragung von
Zeug*innen, Beteiligten und Passant_innen.
Die Frage, die bleibt: Warum musste die Ulmer Polizei so rabiat gegen
friedlichen Protest vorgehen?

Behauptung: Blockade Die "Protestierenden" standen lose in einem Halbkreis vor dem AfD-Stand.
Weder Passant_innen noch AfD-Mitglieder wurden daran gehindert, zu
passieren. Von Seiten der AfD gab es auch keine Versuche, dies zu tun,
sondern nur Beleidigungen und Drohungen.

Gruppengröße Die Polizei spricht von "rund zwei Dutzend" Beteiligten. Es handelte
sich aber wohl eher um ein Dutzend, allerhöchstens jedoch 15 Menschen.

Behauptung: Verweigerung der Personalien Zwei der festgenommenen Personen erhielten scheinbar nicht die
Möglichkeit sich auszuweisen und wurden sofort in Gewahrsam genommen.
Eine Person wollte den Dienstausweis sehen und wurde in Folge verhaftet.

Behauptung: Beleidigung und Gegenwehr Es soll Beleidigungen sowie Gegenwehr bei der Verhaftung gegeben haben.
Auch das können wir nicht bestätigen.

Offene Fragen Warum die Polizei Kameras von Zeug*innen beschlagnahmte und kritische
Nachfragen mit Ausweiskontrollen beantwortete, wurde in dem
Pressebericht nicht beantwortet.